AKTUELLES

Winterrezession
Marktanalsyse

Klaus Hinkel
Vorstand der HINKEL & Cie. Vermögensverwaltung AG

Winterrezession fast sicher

– Investment-Barometer
– Informationen zur Bauakzente-Anleihe „Ocean View Balear 2027“


Liebe Leserin, lieber Leser,

das Analysten-Team des Anlegerbriefs berät uns bei der Titelauswahl von Value Perlen des  Value Stars Deutschland Index. Dieser Index ist über das outperformance Value Star Deutschland-Zertifikat mit einer kumulierten Performance seit Emission im Dezember 2013 von + 149,6 % versus DAX 39,7 % (Stand 31.10.2022) erwerbbar.
Auf das Jahr heruntergebrochen stellt diese Ent-wicklung im Index-Zertifikat eine jährliche Rendite von 10,9 % p.a. dar. Der DAX kam im gleichen Zeit-raum nur auf eine Rendite von 3,7 % p.a.

Zudem erstellt der Chefredakteur des Anlegerbriefs, Dr. Adam Jakubowski, Berichte zu aktuellen Marktgeschehnissen und Marktanalysen, die wir Ihnen Dank seiner freundlichen Unterstützung gerne unterbreiten:

Rückblick

Der Inflationsdruck in der Eurozone bleibt immens, im Oktober ist die Preissteigerungsrate mit 10,7% erstmals in den zweistelligen Bereich vorgestoßen. Die EZB hat auf diese Entwicklung viel zu spät reagiert und versucht nun, mit größeren Zinsschritten den Geist wieder in die Flasche zu drücken. Ob der zuletzt um 75 Basispunkte auf 2,0% gestiegene Leitsatz dafür schon ausreicht, ist aber fraglich. Die USA sind da schon weiter: Die FED hat in der letzten Woche zum vierten Mal in Folge 0,75 Prozentpunkte draufgesattelt, so dass der richtungsweisende Zins mit 3,75 bis 4,00% doppelt so hoch ist wie in der Eurozone. Nun sieht die US-Notenbank den Zeitpunkt gekommen, das Tempo der Erhöhungen etwas zu reduzieren. Auf der letzten Sitzung im Dezember dürfte wahrscheinlich eine weitere Anhebung um 50 Basispunkte anstehen. FED-Chef Powell hat allerdings noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass die Gremien den Zeitpunkt für eine Pause im Straffungszyklus noch nicht gekommen sehen. Das hat an der Börse im Nachgang für Enttäuschung und Kursverluste ge-sorgt, einige Anleger hatten sich offenbar deutlichere Signale für ein baldiges Ende der Zinserhöhungen erhofft.
In der Tat bewegen sich die Notenbanken inzwischen konjunkturell auf dünnem Eis. Die Einkaufsmana-gerindizes aus der Industrie haben sich im Oktober deutlich abgeschwächt und signalisieren damit ein steigendes Risiko für eine große Winterrezession. Das könnte auch an den Börsen für den nächsten Stresstest sorgen. Die Kurse hatten sich zuletzt in der Hoffnung erholt, dass die wirtschaftliche Talsohle angesichts sinkender Energiepreise – vor allem der Gaspreis in Europa ist deutlich zurückgekommen – erreicht ist. Die Notenbanken müssen aufpassen, dass sie diese Hoffnung nicht zunichtemachen.

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen.
Ihr Klaus Hinkel

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