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Marktanalsyse

Klaus Hinkel
Vorstand der HINKEL & Cie. Vermögensverwaltung AG

DAX: Nur eine Delle?

· investment-Barometer
· indexkommentar zum Value-Stars-Deutschland-Zertifikat


Liebe Leserin, lieber Leser,

das Analysten-Team des Anlegerbriefs berät uns bei der Titelauswahl von Value Perlen des  Value Stars Deutschland Index. Dieser Index ist über das outperformance Value Star Deutschland-Zertifikat mit einer kumulierten Performance seit Emission im Dezember 2013 von + 247,7% versus DAX 65,3% (Stand 31.10.2021) erwerbbar.
Auf das Jahr heruntergebrochen stellt diese Entwicklung im Index-Zertifikat eine jährliche Rendite von 34,9% dar. Der DAX kam im gleichen Zeitraum nur auf eine Rendite von 14,4% p.a.

Zudem erstellt der Chefredakteur des Anlegerbriefs, Dr. Adam Jakubowski, Berichte zu aktuellen Marktgeschehnissen und Marktanalysen, die wir Ihnen Dank seiner freundlichen Unterstützung gerne unterbreiten:

Rückblick

Die Nachrichtenlage bleibt wenig erfreulich. Die Wirtschaft befindet sich weiter im Abschwung, die Engpässe in zahlreichen Bereichen machen den Unternehmen schwer zu schaffen. Zuletzt ist der IFO-Index zum vierten Mal in Folge gefallen, vor allem die Erwartungskomponente hat sich deutlich eingetrübt. Das sieht stark nach einer Trendwende aus. Zugleich will die Inflation einfach nicht fallen – in Deutschland hat sie zuletzt sogar weiter zugelegt, auf 4,5% und damit auf den höchsten Stand seit dem Wiedervereinigungsboom. Die Zentralbanken betonen trotzdem weiterhin, dass sie das für ein temporäres Phänomen halten, ausgelöst durch die Begleiterscheinungen der Coronakrise. Die EZB hat daher erwartungsgemäß in dieser Woche erst einmal beschlossen, nichts zu tun. Das wird sich aber voraussichtlich in naher Zukunft ändern.

Allgemein wird erwartet, dass die Notenbank bei der nächsten Sitzung im Dezember ankündigt, wann und in welcher Form die Käufe von festverzinslichen Wertpapieren zurückgefahren werden. Die US-Zentralbank ist schon einen Schritt weiter und wird den Kürzungsprozess aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr starten. Damit wird die Liquiditätszufuhr für die Märkte geringer. Und das in einer heiklen Phase mitten im Abschwung der Wirtschaft.

Trotzdem entwickeln sich Aktien nicht schlecht. Der DAX hat sich im Oktober von der Korrektur im September deutlich erholt, und die US-Börsen notieren bereits wieder auf Rekordständen. Ein Grund dafür dürften gerade die Nachrichten zur anhaltend hohen Inflation darstellen. Denn Eigenkapitaltitel bieten einen gewissen Schutz gegen die Preissteigerung, da die Unternehmen mit Preisanpassungen reagieren können, um ihre Margen zu schützen. Viel schlechter sieht es dagegen für Anleihen aus, deren Kurse tendenziell leiden. Aktien bleiben damit trotz schwieriger Rahmenbedingungen erste Wahl.

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen.
Ihr Klaus Hinkel

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