AKTUELLES

Marktanalsyse

Klaus Hinkel
Vorstand der HINKEL & Cie. Vermögensverwaltung AG

DAX: Ein Hoffnungsschimmer – mit Fragezeichen

• Investment-Barometer
• aktueller Indexkommentar zum Value-Stars-Deutschland-Index-Zertifikat


Liebe Leserin, lieber Leser,

das Analysten-Team des Anlegerbriefs berät uns bei der Titelauswahl von Value Perlen des  Value Stars Deutschland Index. Dieser Index ist über das outperformance Value Star Deutschland-Zertifikat mit einer kumulierten Performance seit Emission im Dezember 2013 von ++ 236,4% versus DAX 59,1% (Stand 30.11.2021) erwerbbar.
Auf das Jahr heruntergebrochen stellt diese Entwicklung im Index-Zertifikat eine jährliche Rendite von 30,6% dar. Der DAX kam im gleichen Zeitraum nur auf eine Rendite von 10,1% p.a.

Zudem erstellt der Chefredakteur des Anlegerbriefs, Dr. Adam Jakubowski, Berichte zu aktuellen Marktgeschehnissen und Marktanalysen, die wir Ihnen Dank seiner freundlichen Unterstützung gerne unterbreiten:

Rückblick

für einen so deutlichen Rückschlag, wie ihn der Dow Jones Industrial Index aktuell erlebt hat, muss man in der jüngeren Historie schon länger zurückblicken. Immerhin 7% hat das Index-Urgestein vom Hoch eingebüßt, das gab es davor zum letzten Mal im Herbst 2020. Damals folgte kurz darauf eine sehr dynamische Rally. Ob es jetzt wieder so kommt? Zweifel sind angebracht, denn die Lage hat sich deutlich verändert.

Im Herbst 2020 hatte die Konjunkturerholung nach einer umfassenden Lockerung der Corona-Einschränkungen richtig Fahrt aufgenommen. Die fortschreitende Impfstoffentwicklung sorgte damals für einen hoffnungsvollen Ausblick, und die Zentralbanken haben den Prozess mit massiven Hilfen unterstützt.

Aktuell hingegen kämpft die Wirtschaft mit Engpassproblemen und hohen Kostensteigerungen. Zwar gehen viele Unternehmen davon aus, dass die Schwierigkeiten im ersten Halbjahr 2022 sukzessive abnehmen, was für sich genommen wieder für mehr Dynamik sorgen könnte. Aber die neue Virusvariante Omikron könnte dem einen Strich durch die Rechnung machen. Eventuell erfordert sie eine neue große Impfkampagne mit einem angepassten Impfstoff. Bis das so weit ist, könnten aber mehrere Monate vergehen, möglicherweise mit neuen Einschränkungen, die auf die Stimmung drücken würden.

In dieses Umfeld hinein erwägt die US-Notenbank nach aktuellen Aussagen von FED-Chef Powell eine Verschärfung des Straffungskurses. Auf der Sitzung im Dezember dürfte diskutiert werden, ob wegen der anhaltend hohen Inflation und der relativ robusten US-Konjunktur die Reduzierung der Käufe festverzinslicher Wertpapiere (aktuell -15 Mrd. US-Dollar pro Monat) beschleunigt wird. Da es auch noch weitere Belastungsthemen gibt (bspw. Russland/Ukraine) ist es eher wahrscheinlich, dass die Börsen kurzfristig im Verteidigungsmodus bleiben.

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen.
Ihr Klaus Hinkel

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