AKTUELLES

Marktanalsyse

Investment-Barometer: Entspannte Weihnachts­stimmung

DAX: Die Wolke der Unsicherheit

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Analysten-Team des Anlegerbriefs berät uns bei der Titelauswahl von Value Perlen des  Value Stars Deutschland Index. Dieser Index ist über das outperformance Value Star Deutschland-Zertifikat mit einer kumulierten Performance seit Emission im Dezember 2013 von +156,1% versus DAX +156,3 %
(Stand: 11.12.2025) erwerbbar.

Zudem erstellt der Chefredakteur des Anlegerbriefs, Dr. Adam Jakubowski, Berichte zu aktuellen Marktgeschehnissen und Marktanalysen, die wir Ihnen Dank seiner freundlichen Unterstützung gerne unterbreiten:

Rückblick

Es ist ein riskantes Spiel, und der US-Notenbank bleibt nichts anderes übrig, als es mitzuspielen. Vordergründig gibt es gute Argumente für die jüngsten Zinssenkungen der FED: die US-Inflation liegt mit 3 % zwar immer noch über dem Zielwert von 2 %, aber sie bewegt sich immerhin seit nunmehr knapp zweieinhalb Jahren mehr oder weniger seitwärts auf diesem Niveau, was eine gewisse Stabilität signalisiert.

Ein Leitzins von 3,5 bis 3,75 %, wie er seit der jüngsten Absenkung um 25 Basispunkte gilt, entfaltet in Relation dazu immer noch eine leicht bremsende Wirkung, was durchaus angemessen erscheint. Wären da nicht die Risiken von politischer Seite, also der protektionistische Kurs Trumps, der mit Zöllen die Inflation antreibt und durchaus die nächste Aufwärtsspirale auslösen könnte. Immerhin geht es kurzfristig, seit fünf Monaten, mit der Inflation schon wieder bergauf, das Apriltief lag bei 2,3 %. Und der enorme Druck der US-Regierung, die Zinsen weiter zu senken, um die Wirtschaft anzukurbeln, kann vor diesem Hintergrund die Glaubwürdigkeit der FED erschüttern, was die Inflationsrisiken deutlich erhöhen würde. Zwar sieht es durchaus so aus, als könnte die US-Wirtschaft einen gewissen Stimulus gebrauchen, aber wenn das auf Kosten des Vertrauens in die Geldwertstabilität geht, dann dürfte den Märkten mittel- bis langfristig ein Bärendienst erwiesen werden. Kurzfristig hingegen kommt die weitere geldpolitische Lockerung in den USA gut an den Börsen an.

Wir hatten mehrfach darauf hingewiesen, dass ein so starkes Börsenjahr üblicherweise auch einen freundlichen Jahresausklang sieht – so kommt es gerade auch. Anfang 2026 werden die Karten dann neu gemischt, aber mit einem grundsätzlich intakten Aufwärtstrend (zumindest in den USA) und den positiven Folgewirkungen der FED-Zinssenkungen sind die Aussichten auch nicht schlecht.

 

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen.
Ihr Klaus Hinkel

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