AKTUELLES

Marktanalsyse

Klaus Hinkel
Vorstand der HINKEL & Cie. Vermögensverwaltung AG

DAX: Industrie als neuer Hoffnungsträger

Investment-Barometer: Neue Hochs in den USA


Liebe Leserin, lieber Leser,

das Analysten-Team des Anlegerbriefs berät uns bei der Titelauswahl von Value Perlen des  Value Stars Deutschland Index. Dieser Index ist über das outperformance Value Star Deutschland-Zertifikat mit einer kumulierten Performance seit Emission im Dezember 2013 von +141,6 % versus DAX 79,5 (Stand 25.01.2024) erwerbbar.

Zudem erstellt der Chefredakteur des Anlegerbriefs, Dr. Adam Jakubowski, Berichte zu aktuellen Marktgeschehnissen und Marktanalysen, die wir Ihnen Dank seiner freundlichen Unterstützung gerne unterbreiten:

Rückblick

China gehört in der internationalen Börsenlanschaft zu den großen Verlierern der letzten zwölf Monate, die Leitindizes CSI 300 (für die Börsen Schanghai und Shenzhen) und der Hang Seng China Enterprises Index (Börse HongKong) haben in diesem Zeitraum 23 bzw. 33 % ihres Wertes verloren. Eine Hauptursache ist die grassierende Vertrauenskrise, u.a. wegen der großen Probleme im Immobiliensektor, die zu einem Abfluss von ausländischem Kapital geführt hat. Die Regierung in Peking versucht nun, wie so oft, mit administrativen Geboten dagegen zu halten. Chinesische Staatskonzerne sollen Gelder aus Offshorekonten in den heimischen Aktienmarkt investieren, das angestrebte Volumen liegt im dreistelligen Milliarden-Dollar-Bereich. Zudem soll auch noch Liquidität in beträchtlicher Höhe für Fonds mobilisiert werden, die damit ebenfalls Aktien erwerben.

Kann die Vertrauenskrise so gestoppt werden? Das bleibt abzuwarten, das Ende einer solchen Erosion politisch zu verordnen, ist erfahrungsgemäß schwierig. Wenn es aber irgendwo funktionieren kann, dann in einer so gelenkten und in Teilen immer noch abgeschotteten Wirtschaft wie in China. Wichtiger wäre allerdings, dass die realwirtschaftlichen Daten das Vertrauen wieder stärken. Gerade im laufenden Jahr wären positive Impulse aus dem Reich der Mitte auch für die Weltwirtschaft von Bedeutung, da die absehbare Abkühlung der USA das Wachstum ohnehin schon dämpft. In Europa ist die Konjunktur immer noch in der Talsohle, aber es gibt deutliche Anzeichen einer Besserung in der Industrie, die oftmals Trends frühzeitig anzeigt. Da zudem die EZB langsam auf die Zinswende zusteuert, gibt das neuen Rückenwind für die Börsen, die allerdings – trotz neuer öchststände in den USA – immer noch einen gewissen Konsolidierungsbedarf aufweisen.

 

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen.
Ihr Klaus Hinkel

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