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Klaus Hinkel
Investment

Marktausblick 2020

Klaus Hinkel
Vorstand der HINKEL & Cie. Vermögensverwaltung AG

Königsallee 60, 40212 Düsseldorf
Tel.: +49 (0) 211 / 540 666 0
Email: info@hinkel-vv.de

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Analysten-Team des Anlegerbriefs berät uns bei der Titelauswahl von Value Perlen des Value Star Deutschland Index. Dieser Index ist über das outperformance Value Star Deutschland-Zertifikat mit einer kumulierten Performance seit Emission im Dezember 2013 von + 109,4% Versus DAX 40,4% (Stand 31.12.2019) erwerbbar.

Zudem erstellt der Chefredakteur des Anlegerbriefs, Dr. Adam Jakubowski, Berichte zu aktuellen Marktgeschehnissen und Marktanalysen, die wir Ihnen Dank seiner freundlichen Unterstützung gerne unterbreiten:

Rückblick

2019 war ein starkes Aktienjahr, der DAX konnte letztlich um rund 25,5 % zulegen. Dieses Ergebnis überzeichnet allerdings die Qualität des Aufschwungs. Denn zu einem substanziellen Teil handelt es sich um einen Rebound auf die hohen Verluste im Schlussquartal 2018. Von Anfang Mai bis Mitte Oktober ist der Leitindex hingegen seitwärts gelaufen, was die Unsicherheit bezüglich einer erhofften Trendwende bei der Konjunktur widerspiegelte. Erst im Schlussquartal hat sich, auch dank einer Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China, der Optimismus durchgesetzt und den Börsen zu deutlichen Kursgewinnen verholfen. Davon haben schließlich auch die Nebenwerte profitiert, die in 2019 lange Zeit links liegen gelassen wurden.

Das Value-Stars-Deutschland-Index-Zertifikat hat, dank einer etwas höheren Gewichtung liquider Werte, die im letzten Jahr am Markt tendenziell bevorzugt wurden, mit einem Plus von 27,7 % den starken DAX sogar noch geschlagen. Das ist das Signal, sich noch stärker auf das Stock-Picking zu konzentrieren – und zwar vor allem im Bereich der Nebenwerte, in dem mit akribischem fundamentalem Research deutliche Informationsvorteile generiert werden können. Das gilt für den Blue-Chip-Bereich nicht.
Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß eim Lesen der Marktanalyse „Markausblick 2020: Die Kraft des Ausbruchs.“

Ihr Klaus Hinkel

Die Kraft des Ausbruchs

Im letzten Jahr haben die Märkte den schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich getrotzt. Trotz eines anhaltenden politischen Störfeuers und eines deutlichen Konjunkturabschwungs bis in den Herbst hinein konnten sich die Kurse relativ gut behaupten. Neue Stützungsmaßnahmen der Zentralbanken und die Hoffnung auf eine Besserung der Lage ermöglichten den großen Leitindizes in den USA und in Deutschland im vierten Quartal dann einen dynamischen Kursaufschwung, der den Dow Jones und die Nasdaq sogar auf neue Allzeithochs getrieben hat. Auch wenn der DAX diesbezüglich noch hinterherhinkt, stellt das prinzipiell eine gute Ausgangslage für 2020 dar.

Kommt die Konjunkturwende?

Dreh- und Angelpunkt der Marktentwicklung in 2020 wird aus unserer Sicht aber die Frage sein, ob der Konjunktur die Trendwende gelingt. Insbesondere der industrielle Sektor war im vergangenen Jahr dafür verantwortlich, dass die Wachstumsdynamik rund um den Globus rückläufig war. Die Industrie-Einkaufsmanagerindizes der wichtigsten Wirtschaftsräume haben allerdings im zweiten Halbjahr – mit Ausnahme der USA – eine Stabilisierung angedeutet, die im Schlussquartal sogar in eine moderate Erholung mündete. Das lässt für 2020 durchaus hoffen. Allerdings ist die Lage, nicht nur wegen eines anhaltenden Rückgangs in den USA, noch fragil. Die Dezemberdaten sind insbesondere für Europa mit einem neuerlichen Rückgang enttäuschend ausgefallen, und auch in China stagnierte der offizielle Industrie-Einkaufsmanagerindex auf einem Wert, der eine Besserung der Lage nur sehr knapp signalisiert.

Gewinnerwartungen für die USA optimistisch

Dennoch sind die Analysten, vor allem in Bezug auf die USA, optimistisch für die Entwicklung in diesem Jahr. Nach einem Gewinnrückgang im dritten Quartal 2019 beim S&P 500 wird für das Schlussvierteljahr zwar noch eine Kontraktion von 2,5 % erwartet. Danach soll es aber wieder kräftig bergauf gehen: Für die ersten drei Monate des laufenden Jahres beläuft sich die Konsensschätzung auf einen Gewinnzuwachs von 4,2 %. Die Dynamik soll dann von Quartal zu Quartal zunehmen, bis auf +13,0 % im Q4 2020. Dieser Optimismus ist eine wichtige Triebfeder der Aktienerholung, birgt aber angesichts der Entwicklung im industriellen Sektor der USA ein gewisses Enttäuschungspotenzial, auch wenn das verarbeitende Gewerbe für die Volkswirtschaft in Übersee bei weitem nicht die Bedeutung hat, wie das in Deutschland der Fall ist.

 

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