Liebe Leserin, lieber Leser,
das Analysten-Team des Anlegerbriefs berät uns bei der Titelauswahl von Value Perlen des Value Stars Deutschland Index. Dieser Index ist über das outperformance Value Star Deutschland-Zertifikat mit einer kumulierten Performance seit Emission im Dezember 2013 von +198,1 % versus DAX +166,6 % (Stand: 29.05.2026) erwerbbar.
Zudem erstellt der Chefredakteur des Anlegerbriefs, Dr. Adam Jakubowski, Berichte zu aktuellen Marktgeschehnissen und Marktanalysen, die wir Ihnen Dank seiner freundlichen Unterstützung gerne unterbreiten:
Rückblick
Erst ist die Nasdaq auf neue Allzeithochs gestiegen, zuletzt auch der Dow Jones – und bald der DAX? Ausgeschlossen ist das nicht. Das wirkt auf den ersten Blick zunächst wie ein Widerspruch zu dem Wachstumsdämpfer, der von dem Irankonflikt definitiv ausgeht. Bei einer differenzierteren Betrachtung ist das aber nicht mehr so sicher. Denn trotz aller Belastungen aus höheren Energiepreisen und möglichen Unterbrechungen in den Lieferketten präsentiert sich die Wirtschaft relativ robust. Allen voran mal wieder in den USA: Die jüngsten Daten sind überraschend stark ausgefallen (siehe auch S. 2) und das Analysetool der Atlanta FED prognostiziert für das zweite Quartal aktuell ein annualisiertes BIP-Wachstum von 4,3 %. Damit würde die US-Ökonomie nach 0,5 % in Q4/25 und 1,6 % im ersten Quartal wieder zu den üblichen Steigerungsraten der letzten Jahre zurückfinden. Das könnte durchaus positiv auch auf Europa abfärben, trotz aller Zusatzbelastungen. Zumal die Q1-Zahlensaison sehr gut gelaufen ist. Nachdem der Großteil der S&P 500-Unternehmen ihre Berichte vorgelegt haben, sind die Konsens-Gewinnschätzungen von 84 % übertroffen worden und es zeichnet sich ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 28 % ab – das höchste seit Q4/21. In Europa ist die Dynamik nicht ganz so hoch, trotzdem haben die Unternehmen im STOXX600 die Erwartungen ebenfalls deutlich übertroffen. Während die Analysten noch Anfang April mit einer Gewinnwachstumsrate von lediglich 4 % gerechnet hatten, läuft es inzwischen auf mehr als 11 % hinaus. Das sind starke Zahlen und die Hauptstütze für den Aufwärtstrend an den Börsen. Natürlich kann es sein, dass das zweite Quartal nicht ganz so dynamisch ausfallen wird, da die Folgen aus dem Irankrieg – insbesondere die höheren Energiepreise – dann über volle drei Monate zu Buche schlagen. Bislang ist die Resilienz aber trotzdem beeindruckend.
Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen.
Ihr Klaus Hinkel





