Drei Tipps für die richtige Geldanlage in Niedrigzins-Zeiten

Die Zinsen aufs Ersparte sind auf einem historischen Tiefstand, was es vor allem Privatverbrauchern stark erschwert, ihr Geld sinnvoll anzulegen. Doch auch wenn die Erträge aktuell weit von jenen vor einigen Jahren entfernt sind, so lässt sich das eigene Vermögen doch auch heute noch vermehren. Dabei ist es wichtig, ein paar Dinge zu beachten.

Nachrichten von Banken, die bereits Negativzinsen auf die angelegten Ersparnisse ihrer Kunden eingeführt haben, verunsichern die Verbraucher aktuell. Nicht genug also, dass es seit langem schon aufs Sparbuch und Tagesgeld kaum noch Zugewinne gibt, so kostet es inzwischen auch noch Geld, überhaupt etwas sparen zu wollen. Schuld sind die unruhigen Finanzmärkte, die sich seit der weltweiten Krise 2008 im Grunde bis heute nicht wirklich erholt haben. Und ein kommender US-Präsident Donald Trump, das haben die ersten Reaktionen nach seinem Wahlsieg gezeigt, wird kaum für Ruhe auf den Märkten sorgen. Was also tun, wenn man etwas Geld angespart hat und sich wünscht, dass es sich zumindest ein wenig vermehrt?

 

Tipp Nummer 1: Breit streuen

Finanzexperten raten unbedingt dazu, gerade in unruhigen Zeiten nicht nur auf ein Pferd zu setzen. Selbst wenn das eigene Ersparte nicht allzu üppig ist, sollten Sparer auf eine möglichst breite Streuung achten – um das Risiko zu verringern, dass auf einen Schlag das ganze Geld weg ist. Wer zum Beispiel derzeit 50.000 Euro besitzt und diese auf einem Tagesgeldkonto angelegt hat, sollte dies überdenken. Für Tagesgeld gibt es momentan bestenfalls noch für Neukunden Zinssätze von 1 Prozent, ansonsten liegen die Sätze fast überall bei Null. Zinstechnisch macht diese Anlageform also keinen Sinn, und allein das ständige Zugriffsrecht rechtfertigt es nicht, 50.000 Euro auf diese Art zu lagern. Vielmehr sollte ein Sparer einen Teilbetrag, zum Beispiel ein Drittel, als eiserne Sofort-Reserve auf dem Tagesgeldkonto belassen und den Rest anlegen – etwa in Aktien oder Fonds, mit denen höhere Renditen zu erzielen sind.

 

Tipp Nummer 2: Langfristig denken

Dass die Deutschen nicht gern in Aktien investieren, ist dabei unter Finanzexperten schon lange bekannt. Über die Gründe dafür können sie nur spekulieren: Womöglich sind es die Unsicherheit und das Verlustrisiko, die die Anleger mit Aktiengeschäften verbinden. Dabei ist die Gefahr in Wahrheit gar nicht so groß – zumindest, wenn man als Sparer langfristige Ziele verfolgt. Auf eine Laufzeit von 10 bis 15 Jahren sind dann nämlich im Durchschnitt durchaus vier bis sechs Prozent Rendite drin – und wenn man auf die richtigen Anlagen setzt durchaus auch deutlich mehr. Für Laien gleicht das aber sicher einem Glücksspiel, weshalb auch hier wieder gilt, dass eine breite Streuung wichtig ist. Aktien verschiedener Märkte und unterschiedlicher Länder sollten es schon sein. Oder Fonds, die die Papiere mehrerer Unternehmen bündeln und somit das Risiko von Haus mindern. Wichtig ist vor allem, dass das angelegte Geld nicht unbedingt gebraucht wird. Denn nichts ist schlimmer, als aus der Not heraus Aktien verkaufen zu müssen, wenn diese gerade nicht viel wert sind.

 

Tipp Nummer 3: Sicherheit vorziehen

Das klingt natürlich leichter, als es ist. Was heißt schon sicher? Die Erfahrung zeigt, dass grundsätzlich handfeste Werte in Krisenzeiten besonders gut gehen. Direkt nach dem Wahlsieg von Donald Trump stieg zum Beispiel die Nachfrage nach als sicher geltenden Bundesanleihen sprunghaft an – weil viele Anleger befürchten, dass die US-amerikanische Finanzpolitik künftig für Turbulenzen auf den Märkten sorgen könnte. Dabei ist das Interesse für die Anleihen insofern verwunderlich, als dass Bundesanleihen momentan auch keine Zinsen versprechen. Ein beliebtes Anlageobjekt in Krisenzeiten ist auch Gold – zumindest dann, wenn man es noch dann gekauft hat, als es günstig zu haben war. Der Goldpreis, das lehrt die Geschichte, steigt nämlich in Zeiten der Krise. Grundsätzlich ist er allerdings großen Schwankungen unterworfen, sodass sicherheitsbewusste Anleger nicht all ihr Geld in das Edelmetall investieren sollten.

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